
Gundula Miethke, freie Journalistin und Wirtschaftsweib aus Hamburg, zeigte auf, was längst Realität ist: Medienkonzerne kaufen Zeitungen und Fernsehsender auf, Redaktionen verschiedener deutscher Zeitungen werden ausgedünnt und zu einem „Newsdesk“ verschmolzen. Übrig bleibt eine Hand voll Redakteure, die mehrere Blätter mit denselben oder leicht umgestrickten Artikeln beliefern und Nachrichten auf den Internet-Meldungsseiten der Konkurrenz abkupfern. Der Ausverkauf seriöser Informationsvielfalt hat begonnen.
Im Anschluss an das Inputreferat fand eine lebhafte Diskussion darüber statt, warum die Öffentlichkeit diese Monopolisierungstendenzen bisher so wenig Beachtung schenkt und wie sich der Medienkonsum ganz allgemein in den letzten Jahren verändert hat.