
Ende 1997 fand im süddeutschen Bad Boll eine Lesbentagung statt. Dort entstand die Idee, die vielen bereits existierenden Lesbennetzwerke mit verschiedensten Schwerpunkten um eines zu ergänzen, in dem sich auch Frauen wiederfinden, die als lesbische Fach- und Führungskräfte in der Wirtschaft Karriere gemacht haben oder machen wollen.
Zunächst galt es herauszufinden, wie viele Lesben es überhaupt in der Wirtschaft gibt und wie sie ihren Arbeitsalltag gestalten. Tatsächlich existierten bis dato wenig Forschungsarbeiten zu Frauen (oder gar Lesben) und Geld, geschweige denn Informationen über Lesben, die Karriere machen oder gemacht haben.
Die ersten Workshops
1998 begann dann die Netzwerkarbeit mit Workshops zu beruflichen Themen im süddeutschen Raum. Dabei ging es darum, eigene Stärken zu erkennen und gezielt einzusetzen anstatt über Benachteiligung zu lamentieren. Die Teilnehmerinnen erarbeiteten Positionen zum „Out sein im Job“, vermittelten Strategien zu Gehaltserhöhungen und Dienstfahrzeugen, ermutigten sich mit „Verführung zur Führung“, die nächsten Karriereschritte einzuleiten – und wagten sich selbst an für manche Lesbe exotische Themen wie Farb- und Stilberatung.