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„Engagier Dich“ – Die Wirtschaftsweiber auf dem CSD 2017

Als Heiko Maas, Bundesjustizminister (SPD) den Kölner CSD eröffnete und dabei für mehr Toleranz gegenüber Minderheiten in Europa und Asien warb, waren die Wirtschaftsweiber der Regionalgruppe NRW bereits längst präsent und in ihrer ganzen Diversität am Stand vertreten.

Da feierte die in Japan geborene Ingenieurin neben der in der Türkei geborenen Unternehmerin, da sprachen die gestandenen Unternehmensberaterinnen wieder intensiv mit jungen Studentinnen über „Coming Out“ am Arbeitsplatz und die Pressefrau wirbelte mit der Kamera, um die vielen tollen Begegnungen für unsere Homepage festzuhalten.

Wir, die wir seit Jahren dabei sind, wissen natürlich, dass uns inzwischen mehr verbindet als lesbisch zu leben. Darüber mehr zu erfahren, uns in unserer Vielfalt kennenzulernen, das war wieder drei Tage lang möglich im Herzen von Köln auf dem CSD-Straßenfest.

Wie in jedem Jahr waren wir auf dem Heumarkt mit einen prominenten Stand vertreten und warben dort – gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Diversity-Abteilung der Deutschen Bank – für Gleichberechtigung, Antidiskriminierung am Arbeitsplatz und natürlich auch uns selbst, unseren Verein. Das alles war wieder einmal nur möglich, weil sich ein kleines, feines Team unserer Vereinsfrauen ehrenamtlich um Ausstattung, Aufbau und Design am Stand gekümmert hatte – vom nächtlichen Abbau im Gemengelage des letzten CSD-Sonntags gar nicht zu sprechen. Für dieses Engagement gab’s in diesem Jahr zum ersten Mal Treuegeschenke vom Verein für die Vereinsfrauen, zurecht.

Offiziell gab’s im CSD-Jahr 2017 viel zu feiern: Mit seinem Ja zur “Ehe für alle” hat der Bundestag quasi eine Punktlandung zum Christopher Street Day hingelegt. Und das im 25. Jahr der großen Parade in Köln. So historisch schergewichtig wie das Motto des diesjährige CSD („Nie wieder“ als Erinnerung an die Verfolgung auch von Schwulen und Lesben durch die Nationalsozialisten), so einfach und klar die Botschaft der Wirtschaftsweiber in eigener Sache: „Werde Wirtschaftsweib. Engagier Dich“. Denn auch im ersten Jahr nach einem intensiven Prozess der Neuausrichtung des Vereins und einem neuen, modernen Look / CICD des Außenauftritts ist wieder intensive inhaltliche Arbeit angesagt.

Themen gibt es nach wie vor reichlich, denn auch nach der Abstimmung im Bundesrat sind die Themen Ausgrenzung, gleiche Bezahlung, gleiche Chancen und gleiche Rechte nicht von heute auf morgen an allen Arbeitsplätzen und im gesellschaftlichen Denken umgesetzt und bereits verankert. Die Wirtschaftsweiber bleiben hier ein unbezahlbares, weil einzigartiges Netzwerk für berufstätige lesbische Frauen, die – egal ob out oder nicht – sich supporten, gegenseitig den Steigbügel halten und auch politische Themen wie Engagement in Brüssel für Frauenpolitik in Europa oder gleiche Bezahlung von Frauen in Deutschland gemeinsam mit Partnerverbänden vorantreiben.

Auch in diesem Jahren haben sich wieder viele Frauen am Stand für unsere Arbeit interessiert und viele unserer Vereinsfrauen haben sich die Zeit genommen, die Chance für eine intensives Gespräche mit unseren Interessentinnen zu suchen. Auch das ist Ehrenamt: gemeinsam zu feiern und für die eigene Überzeugung und das eigene Netzwerk einzusetzen. Wirtschaftsweiber können sich bei Interesse an den Fan-Artikeln gerne an Ihre zuständige Regionalkoordinatorin wenden.

Susanne Hillens, Vorstand Wirtschaftsweiber e.V.

Fotos: Yeliz Karapolat, Medienexpertin & Wirtschaftsweib