Führung durch das VOLLGUT-Areal in Berlin-Neukölln am 12.7.

Führung durch das VOLLGUT-Areal in Berlin-Neukölln am 12.7.

Die Geschäftsführung des VOLLGUT-Gebäudes lädt die Wirtschaftsweiber und Interessierte zu einer exklusiven Führung durch das VOLLGUT-Areal am 12. Juli 2017 ein.

“Grundstücksentwicklung mit der Idee von Edith Maryon”

Der Name VOLLGUT-Areal ist nicht nur die Erklärung der InitiatorInnen wie sie das Projekt finden. “Vollgut” wird im Brauerei-Wesen das abgefüllte Bier genannt. Der Brauerei-Teil, der 2015 von der Stiftung Edith Maryon übernommen wurde, und den wir begehen werden, ist das ehemalige Vollgutlager.
Es handelt sich beim VOLLGUT, im Unterschied zur “Kulturbrauerei” oder ähnlichen Geländen, nicht um einen pittoresken Brauerei-Bau, denn lediglich das alte Kesselhaus ist noch erhalten und wird von einem Schweizer Ehepaar seit 2016 als Zentrum für Zeitgenössische Kunst betrieben. Ab Juli 2017 bewirtschaften sie außerdem noch einen Biergarten. Damit wird die erste sichtbare “Besiedelung” der heutigen Brache auf dem Rollberg fortgesetzt. Das Areal ist eher ein spannender Ort für alle, die sich Fragen zur Stadtplanung und zur Grundstücksentwicklung in der Diskussion um die fortschreitende Gentrifizierung in Neukölln stellen.

Die Brache mit dem ehemaligen Vollgutlager

Das ehemalige Vollgutlager in Berlin-Neukölln

Die heutige Inhaberin des Areals, die Stiftung Edith Maryon zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten, hat es sich zur Aufgabe gemacht, hierauf bei der Entwicklung des Geländes Antworten zu geben. Die Stiftung Edith Maryon mit Sitz in Basel wurde mit der Idee gegründet, Grundstücke der Spekulation zu entziehen, dadurch, dass sie nicht mehr veräußert und ihren Nutzern durch langfristige Verträge zur Verfügung gestellt werden.

Die Oberfläche des Vollgut-Areals soll weiter bebaut, die im hinteren Teil der Areal-Aufnahme (s. Abb. 2) sichtbare Karthalle soll später abgerissen und ebenfalls durch Neubauten ersetzt werden. Betritt man diesen Baukörper, gelangt man in von oben betrachtet vier Untergeschosse, deren Ausmaß anhand des Fassadenbildes (Abb. 1 “Hunde träumen bunt”) erkennbar wird. Auf der anderen Seite bietet das Gebäude Platz für das SchwuZ. Für die, die seit dessen Umzug aus Kreuzberg noch nicht dort waren, ist ein Besuch sehr zu empfehlen. Die Räume sind nicht nur groß, sondern auch geschmackvoll gestaltet. In den Stockwerken darüber und darunter haben jeweils KünstlerInnen ihr Domizil. Das Spannende an der Entwicklung sind außerdem freie Lagerräume in “Tube”- Form (also lange Gänge, die zurzeit und zum Teil für immer ohne Licht und Luft auskommen müssen).

Weitere Informationen über das Vollgut, die ersten Projekte und die Stiftung Edith Maryon findet Ihr unter vollgut.berlin.

Geplantes Abendprogramm am 12.7.:
19.00 Uhr: Treffpunkt vor dem Rewe
19.15 Uhr: Gemeinsamer Übergang zum “Bräustüble” in den Verwaltungsgebäuden. Erfrischung mit Getränken und Einführung ins Projekt, Vorstellung der Stiftung Edith Maryon zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten.
– Geländerundgang und Gespräche mit Gebäude-Nutzerinnen über ihre Tätigkeit auf dem Gelände und ihren Zukunftsvisionen zur Gestaltung der heutigen Brache (sowohl der Oberfläche als auch der bisher nicht nutzbaren Keller des ehemaligen Vollgutlagers)
– Bei guten Wetter: Ausklang im neu gegründeten Biergarten auf dem Gelände, bei Regen: Ausklang inhäusig mit Getränken und Snacks

Anmeldung und weitere Informationen unter berlin@wirtschaftsweiber.de